Anschlussvorschriften für das Netzwerk der Universität Zürich (NUZ)
Alle IT-Systeme, die mit dem Netzwerk der Universität Zürich verbunden werden, müssen bestimmte technische und sicherheitsrelevante Anforderungen erfüllen. Diese Richtlinien gelten für alle Geräte mit einer Netzwerkverbindung – drahtgebunden oder drahtlos – zum Beispiel:
- Personal Computer, Notebooks, Server
- Tablets, Smartphones
- IP-Telefone, WLAN-Sender
- Webcams, Steuer- und Leitrechner
- Sensoren, Aktoren, Controller, Zutrittssysteme, Grossgeräte
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Verkabelung
- Bei neuen Installationen sind Patchkabel der Kategorie 6A zu verwenden.
- Kabel und Stecker müssen einwandfrei verarbeitet und unbeschädigt sein.
- Kabel dürfen nicht geknickt oder gequetscht werden.
Empfohlene Standardverbindungen:
- IP-Telefon → UKV-Steckdose (Wand)
- Computer → freie Buchse des IP-Telefons
- Weitere Geräte (z. B. Drucker) → eigene UKV-Steckdose
Hinweise:
- Der Einsatz von Mini-Switches wird nicht mehr empfohlen, da diese die Einführung von Network Access Control (NAC) behindern können.
- Nutzen Sie, wo vorhanden, freie UKV-Anschlüsse oder Ethernet-Buchsen an IP-Telefonen.
- Falls keine Anschlüsse vorhanden sind, beantragen Sie zusätzliche UKV-Anschlüsse über das
- Portfolio- und Assetmanagement (Eingabe Nutzerbegehren).
Ethernet und Wireless LAN
Das NUZ basiert auf dem Standard Ethernet (IEEE 802.3).
Angeschlossene Geräte müssen standardkonformes Ethernet unterstützen.
Ethernet (kabelgebunden):
- Unterstützte Varianten: 1000BASE-T, 100BASE-T, 10BASE-T
- Die Auswahl erfolgt automatisch (Autosensing).
WLAN (drahtlos):
- Aktuell eingesetzte Standards: mindestens 802.11g, meist 802.11n, bei neuen Installationen 802.11ac.
- Bei Neuanschaffungen mit längerer Lebensdauer sollte 802.11ac unterstützt werden.
Power over Ethernet (PoE)
Bestimmte Geräte beziehen Strom direkt über das Netzwerkkabel, z. B.:
- IP-Telefone
- WLAN-Sender
- Webcams
- Geräte aus der Gebäudetechnik
Regeln:
- PoE ist ausschliesslich für Geräte zulässig, die von der Zentralen Informatik (ZI) oder im Rahmen der Gebäudetechnik betrieben werden.
- Fehlkonfigurierte PoE-Geräte können Betriebsstörungen verursachen.
- In Ausnahmefällen kann die ZI eine Sonderbewilligung erteilen.
- Nur Geräte anschliessen, die das Protokoll LLDP-MED korrekt unterstützen, damit der Gerätetyp und Energieverbrauch am Switch angezeigt werden und das Power-Management reibungslos funktioniert.
Weitere Informationen:
IP-Protokolle
Das NUZ basiert auf der Internet-Technologie (IP). Die zugrunde liegenden Protokolle sind IP (Internet Protocol), TCP und UDP.
Vorgaben:
- Systeme müssen die IPv4-Adressierung sowohl manuell als auch automatisch (DHCP) unterstützen.
- Bei manueller Konfiguration müssen folgende Werte gesetzt werden können:
- IP-Adresse
- Netzmaske
- Adresse des Standardrouters
- Adressen von mindestens zwei Nameservern
- Default-Domain
- optional: NTP-Server (Zeitserver)
Zukunftssicherheit:
IPv6 wird derzeit an der UZH noch nicht unterstützt. Langfristig ist jedoch mit einer Einführung zu rechnen – neue Systeme sollten IPv6-fähig sein.
Sicherheit
Alle Geräte, die ans NUZ angeschlossen werden, müssen dieSicherheitsvorschriften der UZH einhalten.
Ethernet:
• Der kabelgebundene Zugang ist derzeit nicht authentifiziert.
WLAN:
- Der WLAN-Client muss den Mechanismus WPA2-Enterprise (IEEE 802.1x) unterstützen.
- Zulässige Authentifizierungsprotokolle: EAPoL, PEAP, MSCHAPv2.
- Anmeldung erfolgt mit persönlichem UZH-Benutzernamen und Passwort.
Wichtig: Systeme, die gegen diese Vorschriften verstossen oder Netzprobleme verursachen, können jederzeit ohne Vorankündigung deaktiviert werden.
Kontakt
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die
- Stabsstelle «Koordination IT und Bau»,
Abteilung IT-Infrastruktur, Zentrale Informatik.
E-Mail: itundbau@zi.uzh.ch